Grenzen setzen – konsequent Erziehen

Grenzen setzen

Im Rahmen des Elternabends Grenzen setzen und konsequent Erziehen vom 16. November 2017 in der Kindertageseinrichtung Ittersdorf meldeten viele Eltern zurück, dass ihre Kinder häufig ein „Nein“ nicht akzeptieren und die Eltern selbst nicht wissen, was sie tun können. Weitere Fragen wie „wo fängt man an, Grenzen zu setzen?“ und „was ist richtig und falsch bei der Erziehung der eigenen Kinder?“ wurden gestellt.

Diese Unsicherheit über „richtiges“ oder „falsches“ Erziehen spiegelt sich auch im Alltag wider. Bei den Sachbüchern ist das umsatzstärkste Sachbuch in Deutschland der Elternratgeber. Die Diplom-Psychologin und Erziehungswissenschaftlerin Carola Hoffmann gab zu verstehen, dass es im Bereich der Erziehung keine „richtige“ oder „falsche“ Erziehung gibt, sondern nur eine „andere“. Erziehung bedeutet immer sich auf das Gegenüber zu beziehen: Es ist wichtig, mit den Kindern in Beziehung zu stehen, sich auf das Kind zu beziehen und weniger auf den eventuellen „Fehler“.

Warum scheuen Eltern einen Konflikt mit ihren Kindern? Gibt es einen Konflikt zwischen Kind und Elternteil, besteht von Seiten des Elternteils die irrationale Annahme, dass bei einem „Nein“ das eigene Kind einen nicht mehr lieben würde. Die Psychologin dazu: „Ihre Kinder werden Sie auch noch bei einem „Nein“ lieben“. Es ist wichtig als Elternteil, Kindern gegenüber eine klare Haltung zu haben. Diese klare Haltung gibt den Kindern Sicherheit. Natürlich wird es vorkommen, dass die Kinder die Grenzen der Erziehung austesten werden – es kommt zu Reibung, zu Konflikten. Physikalisch gesehen erzeugt Reibung Wärme, hier also Wärme in Beziehungen. Für die Kinder ist es wichtig, ihre eigene Position zu finden. Hierbei dient das Übungsfeld in der Familie. Wie können Eltern „anders“ erziehen?

4 Punkten der Festigkeit für konsequente Erziehung

1.) Klarheit und Bestimmtheit
2.) Haltung und Stimme
3.) innere Ruhe und Gelassenheit
4.) gegenseitige Achtung

Zum Abschluss wurde das wichtige Thema“Konsequent sein“ behandelt, zugegebenermaßen eines der schwierigsten Felder in der Erziehung. Dabei stand im Mittelpunkt, dass die Kinder erfahren, dass ein bestimmtes Verhalten auch immer gleichbleibend eine bestimmte Konsequenz erhalten sollte.

Carla Meixensberger, Bc. of sc. psychology

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